256504 P4 EPD8 284 1 | Schlaflabor

Diagnostik

Messungen

Im Einzelnen werden folgende Messungen durchgeführt:

  • Elektroden, also einige Millimeter große Metallsonden, werden am Kopf festgeklebt und nehmen die Hirnströme auf (Elektroenzephalogramm = EEG)
  • Elektroden neben den Augen registrieren Augenbewegungen
  • Elektroden am Kinn geben Aufschluss über die Muskelanspannung
  • Basierend auf diesen Messungen werden die Schlafstadien beurteilt und eventuelle nächtliche Krampfanfälle erfasst.Ein Atemluftsensor vor Mund und Nase registriert die Atmung bzw. Atempausen.
  • Ein Mikrofon am Kehlkopf oder im Raum nimmt die Schnarchgeräusche auf.
  • Gurte um Brustkorb und Bauch messen die Atembewegungen und erlauben zusammen mit den anderen Registrierungen eine Unterscheidung zwischen obstruktiven und zentralen Apnoen.
  • Elektroden am Brustkorb zeichnen ein Langzeit-EKG auf, also die Herztätigkeit.
  • Ein klammerähnlicher Sensor an einem Finger misst die Sauerstoffsättigung des Blutes.
  • Mit Elektroden an den Unterschenkeln werden Beinbewegungen erfasst.
  • Die Körperlage wird von einem Lagesensor festgehalten.
  • Zusätzlich werden bei entsprechenden Fragestellungen eventuell weitere Messungen aufgezeichnet: der Kohlendioxidgehalt in der Atemluft, Blutdruck, Hautwiderstand, Blutgase, Speiseröhrendruck usw.
  • Alle Daten werden mit einem Computer aufgezeichnet, teilweise auf Papier ausgedruckt, und stehen am nächsten Morgen dem Arzt zur Auswertung zur Verfügung.
  • Eine Infrarotkamera zeichnet den Schlaf des Patienten auf und ermöglicht eine Überwachung aus einem nahegelegenen Raum durch Pflegepersonal. Dies ist insbesondere wichtig beispielsweise bei periodischen Beinbewegungen oder Schlafwandeln.

Über eine Sprechanlage kann sich der Patient jederzeit beim Pflegepersonal melden. Ein nächtlicher Toilettengang stellt kein Problem dar, da die Signale per Funk übermittelt werden, da heisst Sie können trotz der umfangreichen Verkabelung ungehindert aufstehen.

Wenn das Ausmaß der Tagesmüdigkeit beurteilt werden soll oder der Verdacht auf eine Narkolepsie besteht, wird ein Multipler Schlaflatenztest gemacht. Der Patient wird nach einer nächtlichen Polysomnografie tags etwa fünfmal in zweistündigen Abständen polysomnografisch untersucht. Dabei soll er versuchen einzuschlafen. Beurteilt wird, wie oft und schnell Leichtschlaf bzw. REM-Schlaf erreicht wird.

Teilweise werden weitere Tests am Tag zur Beurteilung der Tagesmüdigkeit durchgeführt.
Das können Fragebögen sein, Aufmerksamkeitstests, Messungen der Pupillenmotorik usw.